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Genossenschaften heute

Als Antwort auf die heutigen Herausforderungen von Wettbewerb und Globalisierung setzt die Kooperationsform der Genossenschaft die Idee von Kooperation und regionaler Kompetenz. Kooperationen sichern die Chancen des Mittelstandes und machen es möglich, die Vorteile größerer Konzerne auf kleine Unternehmen zu übertragen und dabei gleichzeitig deren Nachteile zu vermeiden und ihre lokale Identität zu wahren.

Die Mischung aus den klassischen Stärken kleiner und mittelständischer Unternehmen und Freiberuflern, nämlich Schnelligkeit, Flexibilität, innovative Ideen und der traditionell bewährten Rechtsform der Genossenschaft befähigt sie zur zeitgemäßen und adäquaten Kooperationsform. Genossenschaften bieten zudem die Möglichkeit, das unternehmerische Risiko zu verteilen und zugleich Kompetenzen zu bündeln.

Zur Gründung einer Genossenschaft ist kein bestimmtes Mindestkapital notwendig und auch eine notarielle Beurkundung bleibt erspart. Allerdings wird die Erstellung eines Businessplanes vorausgesetzt, aus dem hervorgeht, dass das Eigenkapital für den verfolgten Zweck ausreichend ist. Darüber hinaus erfordert die Gründung den Eintrag in das Genossenschaftsregister des zuständigen Amtsgerichts, die Ausarbeitung einer Satzung sowie die Mitgliedschaft in einem Prüfungsverband. Dieser prüft die ordnungsgemäße Abwicklung der Geschäfte. Eine solche Prüfung wird in regelmäßigen Abständen vorgenommen, mindestens jedoch alle zwei Jahre. Darüber hinaus bietet der Verband seinen Mitgliedsgenossenschaften umfassende betriebswirtschaftliche, rechtliche und steuerliche Beratung.

Genossenschaften wurden bis 2006 - wie Vereine auch - von 7 Mitgliedern gegründet. Seit 2006 sind zur Gründung einer Genossenschaft nur noch 3 Mitglieder erforderlich. Der Zweck einer Genossenschaft ist im Gegensatz zu dem eines Vereins immer die wirtschaftliche Förderung seiner Mitglieder. Das Genossenschaftsgesetz gewährt jedem Mitglied grundsätzlich eine Stimme, unabhängig vom Kapitaleinsatz. Vorstand und Aufsichtsrat müssen aus dem Kreis der Mitglieder gestellt werden. Dies soll garantieren, dass die Förderinteressen der Mitglieder im Mittelpunkt aller Aktivitäten bleiben.

Junge Unternehmen profitieren von der Rechtsform der e.G. vor allem durch:

  • Die Bündelung von Kernkompetenzen
  • Das Angebot von Dienstleistungen aus einer Hand
  • Die Schaffung von Ausbildungsplätzen
  • Die aktive Unterstützung durch Genossenschaftsverbände
  • Die Nutzung der Leistungen von Verbundunternehmen

Genossenschaften weisen Merkmale auf, die sie auch oder gerade heute als eine geeignete Form der Kooperation von Menschen oder Unternehmen werden lassen. Diese Merkmale lassen sich nach Theurl in den 6K zusammenfassen:

Kontinuität: Genossenschaften führen zu einer dauerhaften und stabilen Beziehung zwischen den Kooperierenden und dem von ihnen gegründeten Unternehmen. Dieses mindert Unsicherheit und schafft eine Basis für unternehmerische Entscheidungen.

Konzept: Einzelwirtschaftlicher Erfolg ist das grundlegende Konzept der Genossenschaft. Der Einzelne will kooperieren, da er hierdurch für sich einen Vorteil erhält.

Konsistenz: Die wirtschaftliche Beziehung und die Eigentümerbeziehung sind bei Genossenschaften gleichgerichtet. Dieses führt zu konsistenten Interessen der kooperierenden Partner.

Kooperation: Kooperation schafft gemeinsame Mehrwerte und ist die Grundlage der Genossenschaft.

Kompetenz: Die Genossenschaft vereint die dezentrale und lokale Kompetenz der Mitglieder mit der Kompetenz des genossenschaftlichen Unternehmens, das Größenvorteile realisieren kann.

Kultur: Kooperation braucht auch eine gemeinsame Kultur, die die kooperativen Beziehungen stabilisieren kann.